03.03.04: Der Bedarf an reinraumtauglichen Produkten und Werkstoffen steigt stark an. Allein in den Sortimenten der rund 300 Teilnehmer einer Umfrage des Fraunhofer IPA im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl reinraumtauglicher Werkstoffe und Produkte in den letzten zwölf Jahren versechsfacht.
Was genau mit "reinraumtauglich" gemeint ist, ist nicht immer ganz klar. Auch wenn seit ca. zwei Jahren die VDI-Richtlinie 2083 (Blatt 8) Methoden und Vorgehensweisen zur Beurteilung der Reinraumtauglichkeit von Betriebsmitteln definiert. Gut 42 Prozent der Befragten gaben an, von ihren Kunden keine klaren Spezifikationen in Bezug auf die einzusetzenden Werkstoffe erhalten zu haben. "Meist wird nur pauschal Reinraumtauglichkeit gefordert. Doch ohne genauere Angaben lassen sich solche Forderungen nicht erfüllen", stellt Udo Gommel vom Fraunhofer IPA fest. Denn anders als bei den Betriebsmitteln gibt es bisher weder eine klare Definition über die Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen, noch spezifizierte Untersuchungsmethoden dazu.
Diesem Manko wollen die Reinraum-Experten des Fraunhofer IPA abhelfen. Ein erster Schritt dazu ist der Industrieverbund "Reinraumtaugliche Werkstoffe RTW", der Anfang diesen Jahres ins Leben gerufen wurde.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA.