Industriearbeitskreis für Reinraum taugliche Werkstoffe gegründet
Vor kurzem wurde der Industriearbeitskreis "Reinraumtaugliche Werkstoffe RTW" gegründet mit dem Ziel, den Begriff "Reinraumtauglichkeit" in Bezug auf Werkstoffe zu spezifizieren und entsprechende Standards zu gestalten und zu etablieren. Der Bedarf an reinraumtauglichen Produkten und Werkstoffen steigt stark an. So hat sich im Produktportfolio der rund 300 Teilnehmer einer Umfrage des Fraunhofer Iinstituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) im vergangenen Jahr die Anzahl reinraumtauglicher Werkstoffe und Produkte in den letzten zwölf Jahren versechsfacht. Was genau mit "reinraumtauglich" gemeint ist, ist laut Fraunhofer IPA allerdings nicht immer ganz klar - auch wenn seit etw zwei Jahren die VDI-Richtlinie 2083 (Blatt 8) Methoden und Vorgehensweisen zur Beurteilung der Reinraumtauglichkeit von Betriebsmitteln definiert. Gut 42% der Befragten gaben an, von ihren Kunden keine klaren Spezifikationen in Bezug auf die einzusetzenden Werkstoffe erhalten zu haben. "Meist wird nur pauschal Reinraumtauglichkeit gefordert. Doch ohne genauere Angaben lassen sich solche Forderungen nicht erfüllen", stellt Dipl.-Phys. Udo Gommel, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IPA fest, der einer der Koordinatoren der Umfrage war. Denn anders als bei den Betriebsmitteln gebe es bisher weder eine klare Definition über die Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen, noch spezifizierte Untersuchungsmethoden dazu. Diesem Manko wollen die Reinraum-Experten des Fraunhofer IPA abhelfen. Ein erster Schritt dazu ist der Industrieverbund "Reinraumtaugliche Werkstoffe RTW", der Anfang diesen Jahres ins Leben gerufen wurde.