Cleanroom Suitable Materials CSM
In einer breit angelegten Umfrageaktion des Fraunhofer IPA im Frühjahr 2003 unter Firmen, die in irgendeiner Form mit reinheitskritischen Produkten in Berührung kommen, zeigte sich eine aktuelle Brisanz des Themas "Reinraumtaugliche Werkstoffe": Bei einem ständigen Anstieg der Reinraumapplikationen von jährlich ca. 10 % und einer lebhaften Nachfrage der Kunden von reinraumgerechten Betriebsmitteln, standen den Firmen so gut wie keine Spezifikationen hinischtlich der Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen zur Verfügung. Die Auswahl von Werkstoffen erfolgte bisher nach Erfahrungswerten oder durch empirische Vorgehensweisen. Eine hohe Rate an kontaminationsbedingten Ausfällen wurde deshalb nicht ohne Grund von den Teilnehmern konstatiert. Abhilfe versprechen sich die Teilnehmer der Umfrage von der Schaffung einheitlicher, firmenübergreifender und klar definierter Prüfmethoden und Beurteilungsverfahren sowie Werkstofflisten als Werkzeug für die Konstruktionsphase. Die kritischste Größe im Hinblick auf die Reinraumtauglichkeit ist nach Ansicht der Teilnehmer dabei die Partikelemission. Weiter werden dem Ausgasungs- und dem ESD-Verhalten eine zentrale Bedeutung im Zusammenhang mit der Reinraumtauglichkeit von Werkstoffen eingeräumt.
Um sich der Problematik "Reinraumtaugliche Wekrstoffe" anzunehmen, gelang es der Abteilung Reinst- und Mikroproduktion des Fraunhofer IPA, die bereits auf eine jahrelange Erfahrung im Bereich reinheitsgerechter Anwendungen zurückgreifen kann, Firmen aus unterschiedlichen Industriezweigen im Rahmen des Industrieverbunds "Cleanroom Suitable Materials CSM" (formals RTW "Reinraumtaugliche Werkstoffe") zu bündeln. Durch die intensive Teilnahme der Industriepartner wird dauerhaft gewährleistet, die Zielvorgaben praxisgerecht zu lösen und die Ergebnisse in einer für die Industrie verwertbaren Form darzustellen.
Im Rahmen des Industrieverbunds "Cleanroom Suitable Materials CSM" soll die Reinraumtauglichkeit von Betriebsmitteln durch eine optimierte Werkstoffauswahl der einzelnen Bauteile gewährleistet werden. Die Ergebnisse aus dem Industrieverbund komplementieren damit die gängigen Methoden, die z. B. zur Begrenzung der Partikelemission von Betriebsmitteln bisher angewandt werden, wie Kapselung (erhöhter konstruktiver Aufwand) und Absaugung (erhöhte Betriebskosten).
Aktuelle Entwicklungen und Informationen zum Industrieverbund
Öffentlich geförderte Projekte nach dem CSM-Verfahren
Historie des Industrieverbunds
Vorgeschichte
Industrieverbund Cleanroom Suitable Materials CSM Phase 1
(damals Reinraumtaugliche Werkstoffe RTW Phase 1)
Industrieverbund Cleanroom Suitable Materials CSM Phase 2
(damals Reinraumtaugliche Werkstoffe RTW Phase 2)